AllgemeinSchäden an Gebäuden

Schimmelpilze

Schimmelpilze

benötigen zum Wachsen Feuchtigkeit. Ohne Feuchte, kein Schimmelwachstum.

Schimmelpilze fühlen sich bei Temperaturen wohl, bei denen sich auch der Mensch wohlfühlt.

Nährstoffe sind beispielsweise Tapeten und Kleister, Papier, Anstriche, Holz, Kunststoff, Gummi etc. Allein Staub ist als Nahrung ausreichend.

Licht ist für das Leben von Schimmelpilzen nicht unbedingt erforderlich.

Gesundheitliche Beeinträchtigungen des Menschen durch Schimmelpilze kann auch von totem Material ausgehen.

Ursachen für Schimmelpilzwachstum

Als Ursachen kommen Tauwasserbildung, Wärmebrücken, Neubaufeuchte aber auch mangelnde Lüftungsmöglichkeiten (z.B. innenliegende Bäder ohne Fenster) in Frage.

Ebenso kommen Raumnutzungsursachen (Lüftungs- und Heizungsverhalten, Anordnung der Möbel, falsche Raumbelegung etc.) in Frage.

Die Ursachenfindung sollte immer von einem Fachmann durchgeführt werden. Nur er kann die Mittel und Wege zur Beseitigung und der künftigen Vermeidung von Schimmelbildung aufzeigen.

Wärmebrücken sind Gebäudebauteile, durch die Wärme schneller nach außen transportiert wird, als durch andere Bauteile. Wärmebrücken werden in 4 Gruppen unterteilt:

  • Geometrisch bedingte Wärmebrücke sind beispielsweise Außenwandeckbereiche, Rollladen, Fensterstürze.
  • Stofflich bedingte Wärmebrücken sind beispielsweise nicht abgestimmte Wärmeleitfähigkeit von Steinen und Mörtel, Balkonen und durchbindenden Decken.
  • Massestrombedingte Wärmebrücken finden sich bei schlecht abgedichteten Anschlussfugen an Fenstern und Außentüren oder der Verlegung von Installationsleitungen in den Außenwänden.
  • Umgebungsbedingte Wärmebrücken finden sich beispielsweise bei der Bauteilschwächung durch Heizkörpernischen.

Folge dieser Wärmebrücken ist die Herabsetzung der Oberflächentemperatur der betroffenen Bauteile. Beim Unterschreiten der Taupunkttemperatur kommt es zu Kondensationsfeuchte und zur Schimmelbildung.

Neubaufeuchte lässt sich nicht vermeiden. Von 60-80 Liter Wasser pro qm Wohnfläche kann ausgegangen werden. Beim Einzug sind noch ca. 50% (30-40 Liter/qm) vorhanden. Es dauert ca. 3-5 Jahre, bis diese Feuchtigkeit „rausgelüftet“ und „rausgeheizt“ ist.

Lüftungs- und Heizungsverhalten

können Sie selbst beeinflussen.

In gut gelüfteten Räumen sollte die Luftfeuchte bei 35 bis 55% liegen.

Schimmelpilze lieben feuchte Luft. Sie wachsen bereits bei 70% relativer Luftfeuchte.

Ein Mensch gibt allein in einer Nacht schon ca. 1,5 Liter Wasser ab. Ein Vier-Personen-Haushalt produziert täglich zwischen 12 bis 20 Liter. Da sind 70% schnell erreicht.

Die Raumtemperatur sollte zwischen 18 und 22°C liegen.

Machen Sie für fünf bis zehn Minuten alle Fenster und Türen weit auf, so wird die Luft komplett ausgetauscht. Dauerkipplüftung kühlt die angrenzenden Fensterbereiche ab, so dass dort die Schimmelpilzbildung wegen Kondensationsfeuchte gefördert wird.
Heizen und lüften Sie alle Räume gleichmäßig und gleichzeitig, auch die weniger genutzten.

Wird ein Zimmer nur gelegentlich oder durch die Nachbarräume “mit-”geheizt, stellen sich Feuchteflecken und Schimmelpilze fast zwangsläufig ein.

Große Möbel vor kalten Außen- und Treppenhauswänden immer mit genug Abstand zur Wand und zum Boden aufstellen, damit die Luft zirkulieren kann.

Wenn sich Schimmel gebildet hat

sollten Sie den befallenen Bereich, mittels 70% Alkohol, beispielsweise Isopropanol aus der Apotheke (Brennspiritus geht auch, riecht jedoch stark), reinigen.

Wasserstoffperoxyd (hat Ihr Friseur) funktioniert auch, wirkt gleichzeitig bleichend auf die Verfärbungen.

Ob die Ursache der Schimmelpilzbildung auf bauliche oder nutzerbedingte Einflüsse zurückzuführen ist, lässt sich nur durch Untersuchungen klären. Oft ist es so, dass sowohl nutzerbedingte als auch baulich bedingte Einflüsse zur Schimmelbildung geführt haben.

Zur Ursachenfindung und zukünftigen Vermeidung von Schimmelpilzwachstum sollten Sie sich beraten lassen.